5 Unterschiede im Investitionsverhalten von Männern und Frauen

Männer kümmern sich um die Finanzen, Frauen um den Haushalt – ein antiquierter Spruch, der laut aktuellen Studien noch immer der Realität entspricht. Knapp 30 Prozent der deutschen Frauen haben sich laut Umfrage der Postbank noch nie mit dem Thema Geldanlage beschäftigt. Anders bei Green City.

Im Anlegerkreis von Deutschlands zweitgrößtem Emissionshaus für Erneuerbare Energien ist bereits jeder dritte Kunde weiblich. Tendenz weiter steigend. Green City Sales Managerin Veronika Sepp hat das Investitionsverhalten von Männern und Frauen verglichen und zeigt die fünf Unterschiede:

 

  1. Herz trifft Kopf
    Auf der Suche nach der richtigen Kapitalanlage differenzieren Männer und Frauen unterschiedlich. Während bei Männern klar harte Faktoren wie Zinssätze, Laufzeiten und Risikoklassen ausschlaggebend sind, sind es bei Frauen die weichen. Welche Auswirkungen hat mein Geld auf Mensch und Natur? Ist das Portfolio ressourcenschonend und zukunftsträchtig? Dabei kann die Rendite schon mal in den Hintergrund treten
  2.  Von Zahlengebilden zu Kraftwerken
    Studien unterstellen Frauen geringere Finanzbildung. Somit beschäftigen sich Frauen weniger mit anspruchsvollen, komplexen Investitionsformen. Vielmehr interessiert sie der Blick hinter die Kulissen: In welches Portfolio und in welche Menschen investiere ich? Wie wird die Rendite erwirtschaftet? Ist dies nachvollziehbar? Wichtig ist ihnen, dass sie in greifbare und reelle Projekte finanzieren und nicht in Luftschlösser.
  3.  Nummer sicher
    Frauen sind im Gegensatz zu Männern weniger risikoaffin. Das bedeutet, dass die Entscheidungsfindung und das Sondieren deutlich länger und intensiver sind. Um die richtige Entscheidung zu treffen, hinterfragen Frauen häufiger die Geschäftsmodelle dahinter. Studien belegen: Frauen investieren weniger in Einzel-Aktien und bevorzugen eher Fonds mit einer breiten Risikostreuung.
  4.  Lang- gegen kurzfristig
    Männer kaufen und verkaufen in der Regel häufiger ihre Investments und suchen ihre Geldanlage gezielt nach kürzeren Laufzeiten aus. Käufe und Verkäufe werden dabei aufgrund kurzfristiger Gewinnversprechen durchgeführt. Das aktive Transaktionsverhalten kann zu Profiten führen. Die Kosten können diese aber auch auffressen. Frauen hingegen bleiben in ihren Kapitalanlagen deutlich kontinuierlicher und langfristiger am Ball.
  5. Vertrauensbasis schaffen
    Für Frauen ist es maßgeblich, wer ihr Gegenüber ist, wer sie berät und im Zeichnungsprozess unterstützt. Frauen fühlen sich von anderen Frauen deutlich besser beraten und verstanden. Im Gegensatz zu Männern, die sehr zielorientiert in einen Investitionsprozess starten, lassen sich Frauen von Emotionen leiten. Hier steht das Vertrauen an erster Stelle – insbesondere, wenn es um höhere Summen geht.

Nachhaltige Kapitalanlagen vereinen Herz und Kopf

Der Beratungsalltag zeigt: Männer und Frauen achten auf unterschiedliche Komponenten für ihre Kapitalanlagen. Wichtig ist es, beiden Herangehensweisen Raum zu lassen. Frauen entscheiden häufig intuitiv richtig und können damit sehr erfolgreich sein. Wichtig ist es, die Emotionen zielgerichtet einzusetzen und das Thema Finanzanlage positiv zu besetzen

Es gibt nur wenige Kapitalanlagen, die beide Geschlechter ansprechen. Grüne Finanzprodukte bieten Männern und Frauen gleichermaßen Raum ihren Bedürfnissen gerecht zu werden.