Fridays for future - Money for destruction?

Schluss mit Applaus: Die vorgetragene Unterstützung für Fridays For Future darf kein Ablasshandel für erwachsene Bürger sein, selbst in Untätigkeit zu verharren – oder mit unbedachten Kapitalanlagen die Klima-Apokalypse auch noch gewinnbringend zu finanzieren. Wir Erwachsene sollten nicht nur mit den jungen Menschen auf die Straße gehen, sondern auch zum Finanzberater. Wir können –  ja müssen – unseren Protest gegen die Klimakrise endlich auch über unsere Kapitalanlagen auf den Weg bringen, denn alle konventionellen Anlageformen gibt es inzwischen auch in grün. Bleibt die Frage: was sind Anleihen, ETFs, Beteiligungen oder Mikrofinanzfonds eigentlich genau? Und wie stelle ich sicher, dass mein Geld in eine bessere Zukunft investiert?

ESG-Screened-MSCI-Indizes, Swap-Tauschgeschäft, thesaurierende Fonds?

Viele interessierte Privatanleger wollen es nicht offen aussprechen: Der Fachjargon der Finanzbranche ist für die meisten schwer verständlich, ideelle und materielle Versprechen bleiben intransparent. Doch das darf keine Ausrede dafür sein, untätig zu bleiben. Eigentum verpflichtet, da sollte auch das Bankkonto und die Vermögensanlage keine Ausnahme sein.

Ist der Wille da, gibt es transparente und seriöse Investitionsmöglichkeiten auf dem nachhaltigen Anlagemarkt: Zur Bekämpfung der Klimakrise reformiert die EU seit 2018 gezielt das Finanzwesen, um Investitionen sukzessive in wirtschaftliche Tätigkeiten zu lenken, die ethisch-ökologisch ausgestaltet sind. So steigerten sich die Investitionen institutioneller Kapitalanleger allein in Deutschland von 2017 auf 2018 um 48 Prozent. Ein Erfolg, der leider kritisch zu sehen ist: Noch liegt der Marktanteil nachhaltiger Geldanlagen nur bei 4,5 Prozent. Anders gesagt – über 95 Prozent der Kapitalanlagen tragen nicht dazu bei, das Rad in die richtige Richtung zu drehen.

Auch unser Geld regiert die Welt!

Nicht nur die institutionellen Investoren sind gefragt, auch jeder Privatanleger. Denn kein Euro ist zu klein, um einen Unterschied zu machen. Aber wie viele von uns haben den Schritt wirklich schon getan: Haben Sie schon ein Konto bei einem nachhaltigen Kapitalinstitut statt bei der günstigen Onlinebank? Haben Sie nachgehakt, ob die eigene Altersvorsorge auch in grüne Aktienfonds investiert ist? Wer von uns handelt bereits konsequent, statt den eigenen Einfluss kleinzureden? Unsere Kinder glauben daran, dass man die Klimakrise bekämpfen kann. Zeigen wir Ihnen, dass wir mehr machen können als Lippenbekenntnisse.

Nachhaltige Geldanlagen – verständlich erklärt: Das Thema unseres nächsten Termins aus der Veranstaltungsreihe „Frauen investieren anders“ mit Green City-Fachfrau Veronika Sepp.

 

Am Dienstag, den 16. Juli, um 18.30 Uhr
Ort: Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstraße 71, 80337 München