Gemeinsame Lösung für Windpark im Ebersberger Forst

Unser geplantes Windenergieprojekt im Ebersberger Forst zieht sich weiter in die Länge. Schon von März 2013 bis Juni 2014 wurden die lokalen Winddaten anhand von Messungen mit einem Windmessmast erhoben. Deren Auswertung prognostiziert einen wirtschaftlichen Betrieb von Windenergieanlagen vor Ort. Doch auf Basis einer Bewertung des Unternehmens Deutschen Flugsicherung GmbH (DFS) gab das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung (BAF) eine negative Stellungnahme für den Standort ab. Ein unabhängiger Gutachter kam für den selben Standort zu einem anderen Ergebnis. In Abstimmung mit dem Landratsamt Ebersberg hat Green City Energy das Gutachten bei dem BAF eingereicht. Damit setzt Green City Energy auf Kooperation und hofft auf eine sinnvolle Lösung, statt den Rechtsweg zu beschreiten.

Windpark im Ebersberger Forst könnte wirtschaftlich betrieben werden

Laut der Ergebnisse der mehr als einjährigen Windmessung vor Ort bietet der Standort im Ebersberger Forst die nötige Windhöffigkeit, um einen Windpark wirtschaftlich zu betreiben. Auch von der 10H-Abstandsregelung, die in Bayern den Ausbau der Windenergie blockiert, ist der Standort nicht betroffen und gehört somit zu den 0,5 Prozent der Fläche in Bayern, die unter der 10H-Regelung überhaupt noch für Windenergie in Frage kommt. Das macht den Standort Ebersberg Forst noch entscheidender für die bayerische Energiewende, die ohne Windenergie nicht funktionieren kann.

Gutachter bestätigt: keine Störungen des Flugverkehrs

Doch dann geriet das Projekt Ebersberger Forst ins Stocken. Im November 2015 hat das BAF auf Basis eines Gutachtens des Unternehmens DFS, auf dessen Bewertungen sich das BAF ausschließlich stützt, eine negative Stellungnahme für den Standort abgegeben und sprach ein materielles Bauverbot aus. Da sich die Bewertungsmethode der DFS als schwer nachvollziehbar erweist, beauftragte Green City Energy ein unabhängiges akkreditiertes Gutachterbüro mit einem vergleichenden Zweitgutachten. Dieses kommt unter Berücksichtigung der Messergebnisse des VOR (Drehfunkfeuer) München zu einem anderen Ergebnis als die DFS:

„Laut dem vergleichenden Gutachten würden durch die Windenergieanlagen im Ebersberger Forst keine Störungen des Flugverkehrs auftreten. Es ist für uns nicht nachvollziehbar, mit welcher Begründung die DFS hier ein materielles Bauverbot ausspricht“, so Severin von Woyna, Projektentwickler Windenergie bei Green City Energy.

Green City Energy hält an Windprojekt Ebersberger Forst fest

Ein anderer Projektierer reichte bezüglich der selben Thematik an einem anderen Standort Klage ein, die am 7. April 2016 erst in dritter Instanz vom Oberverwaltungsgericht Leipzig abgelehnt wurde. Die Fachkompetenz über die Entscheidung, neben den Bewertungen der DFS auch andere Gutachten zu berücksichtigen, verbleibt beim BAF.

Green City Energy hat das vergleichende Gutachten in Absprache mit dem Landratsamt Ebersberg beim BAF eingereicht und wartet nun auf eine Rückmeldung des Bundesaufsichtsamts. „Wir sind an einer konstruktiven Abstimmung mit dem BAF interessiert und offen für sinnvolle Lösungsansätze, die sowohl die Flugsicherheit als auch den Ausbau der Windenergie vereinen“, so von Woyna. „Zum aktuellen Zeitpunkt halten wir weiter an unserem Windprojekt in Ebersberg fest.“