Green City AG verkauft Projektrechte für 4,2 MWp Solarpark

Im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens der Green City AG werden auch die zahlreichen Assets der großen Projektpipeline des Unternehmens geprüft. Mit der Restrukturierung soll der Weg für den Einstieg eines Investors geebnet werden. Dazu gehört auch die Veräußerung bestimmter Projekte, darunter der Solarpark Brück-Linthe in Ostdeutschland, der voraussichtlich noch in diesem Jahr die Baugenehmigung erhalten wird und im Anschluss errichtet werden kann. An Projektrechten für Wind- und Solarkraftwerke besteht vor dem Hintergrund des nun beginnenden Markthochlaufs der Erneuerbaren Energien ein sehr großes Interesse; das Marktumfeld ist attraktiv. Mit dem Verkauf der Projektrechte des Solarparks Brück-Linthe erwirtschaftet die Green City AG Erlöse, die dazu beitragen, die Übergangsphase hin zu einem neuen Eigentümer erfolgreich zu meistern.

Seit 2020 entwickelt die Green City AG im brandenburgischen Landkreis Potsdam-Mittelmark einen Solarpark mit rund 4,2 MWp Leistung. Die ursprünglich intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen südlich der Beelitzer Heide liegen im vom EEG geförderten 110 Meter-Puffer entlang der Autobahn A9 und eignen sich daher ideal für die Errichtung einer PV-Freiflächenanlage. Ursprünglich wollte die Green City AG dieses Projekt selbst realisieren; nun wurden die Projektrechte an einen Investor verkauft. Das Vorhaben auf der 3,62 Hektar großen Fläche neben dem Gewerbegebiet „Alt Bork“ ist in der Projektentwicklung bereits sehr weit fortgeschritten, der Baubeginn soll noch 2022 stattfinden.

Die Idee hinter dem Projekt war eine Herausnahme der landwirtschaftlichen Flächen aus der intensiven Nutzung und eine Renaturierung sowie energetische Nutzung. Unter den aufgeständerten Modultischen ist eine Bewirtschaftung durch klassische Mähmaschinen, aber auch durch eine Schafbeweidung möglich. In den Randzonen können Blühwiesen angelegt und die ökologische Wertigkeit dadurch weiter gesteigert werden, so dass die umliegenden landwirtschaftlichen Felder von der gesteigerten Artenvielfalt profitieren. Die energetische Flächennutzung gerade von Seitenrandstreifen entlang der Autobahnen und Bahntrassen durch Solarkraftwerke ist ein wichtiger Baustein für das Gelingen der dezentralen Energiewende.