Green City Energy engagiert sich für die Wärmewende

Eine große Herausforderung im Bereich der Energiewende stellt die Wärmewende in Deutschland dar. Um sich diesem Thema zu widmen, tagten am 12. Oktober 2016 Vertreter verschiedener Universitäten, Kommunen und Praxispartner beim 3. Beiratstreffen in Garching anlässlich des Projektes „Sandy“. Auch die Fachabteilung für Kommunale Energieberatung der Green City Energy engagiert sich bei Sandy. Sandy steht für die „Zielgruppenorientierte Sanierungsoffensive in dynamischen Kommunen“ und ist ein bundesweites Forschungsvorhaben mit dem Ziel, bei der Wärmewende die Einsparung von Energien zu erreichen.

Wärmeerzeuung ohne fossile Energieträger

Mit dem Klimavertrag von Paris im Dezember 2015 wurde die Dekarbonisierung, d. h. die Umstellung der Energiewirtschaft in Richtung eines niedrigeren Umsatzes von Kohlenstoff, beschlossen. In der Konsequenz bedeutet das: Die Energiewirtschaft beschleunigt umbauen, weg von Kohle und Öl hin zu Erneuerbaren Energien. Da der Großteil der Wärmeversorgung in Deutschland immer noch vorwiegend mit fossilen Brennstoffen gedeckt wird, ist der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) beträchtlich. Demzufolge sollte auch die Wärmeerzeugung zukünftig ohne fossile Energieträger auskommen.

Zusammenhang Klimaschutz und erfolgreiche Wärmewende

Entscheidend für die erfolgreiche Wärmewende: Die generelle Einsparung von Energie. Erneuerbare Energien bieten bereits ein hohes CO2-Einsparpotenzial, doch am effektivsten und umweltfreundlichsten ist die kluge Nutzung von Energie und Wärme. Die Sanierungsrate bei Wohngebäuden muss deshalb schnellstmöglich gesteigert werden. Heute basieren rund 80 Prozent der zentralen Heizsysteme auf Verbrennungstechnologien. Der Wärmemarkt (Raumwärme, Warmwasser, Prozesswärme) insgesamt hat einen Anteil von rund 40 Prozent an den energiebedingten CO2-Emissionen. Die Klimaziele der Bundesregierung lassen sich nur mit der Wärmewende erreichen. Um die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent zu senken, wird ein nahezu klimaneutraler Gebäudebestand angestrebt. In Zukunft sollen Gebäude nur noch einen sehr geringen Energiebedarf aufweisen und der verbleibende Verbrauch überwiegend durch Erneuerbare Energien gedeckt werden. Heizsysteme auf Basis von Bioenergie, Solarthermie oder Erd- bzw. Umweltwärme sind ihren fossilen Mitbewerbern in puncto Treibhausgas-Emissionen deutlich überlegen. Das gilt auch bei Berücksichtigung der Vorkette (Energieeinsatz für Anlagenherstellung und ggf. Brennstoffproduktion). Noch besser fällt die Bilanz aus, wenn für die Produktion der Anlagen und als Hilfsenergie der Heizsysteme ausschließlich Ökostrom eingesetzt wird.

Neues Maßnahmenangebot und kostenfreie Sanierungsberatungen

Einen wichtigen Beitrag leisten hier die Kommunen, denn sie haben den direkten Draht zu den Bürgern vor Ort. Viele Kommunen bieten kostenfreie Sanierungsberatungen an oder stellen teilweise sogar Fördermittel zur Verfügung. Die Praxis der letzten Jahre hat jedoch gezeigt, dass diese Maßnahmen oft nicht in ausreichendem Maße angenommen und die Fördermittel nur teilweise abgerufen werden. Das Projekt Sandy hat verschiedene Typen von Hauseigentümern identifiziert, für die jeweils ein spezielles Maßnahmenangebot entwickelt wird. Diese sollen den Kommunen als sogenannte Instrumentenkoffer gebündelt zur Verfügung gestellt werden. Die KEB, die Abteilung „Kommunale Energieberatung“ der Green City Energy AG, steht in dem Projekt Sandy als Praxispartner mit Rat und Tat zur Verfügung. Simone Brengelmann und Dr. Martin Demmeler von Green City Energy diskutieren kontinuierlich mit den Vertretern der Universitäten, Kommunen und Beiratsmitgliedern über die effiziente Wärmezuführung im Gebäudebestand auf Basis regenerativer Quellen.

Nähere Informationen zum Projekt Sandy gibt es hier