Green City Engagement für Münchner Stadtbach erfolgreich

Seit über einem Jahrhundert fließt der Westliche Stadtgrabenbach unter der Erde. Doch das wird sich bald ändern: Nach langjähriger Vorarbeit von Green City beschloss der Münchner Stadtrat am 17.09.19, den Bach im Zuge der Verkehrsberuhigung der Herzog-Wilhelm-Straße wieder an die Oberfläche zu holen.

Bereits im Jahr 2015 entstand bei Green City die Idee, den Bach wieder an die Oberfläche zu pumpen und somit sichtbar und zugänglich zu machen. Green City AG finanzierte daraufhin 2016 eine Machbarkeitsstudie, im Rahmen derer das Ingenieurbüro Patscheider & Partner verschiedene Möglichkeiten prüfte, den Bach wieder oberirdisch fließen zu lassen.

Die fertige Analyse wurde im April 2017 dem Stadtrat vorgestellt und es folgte ein Antrag auf die Freilegung des Gewässers von Seiten der CSU. Die Grünen hatten schon 2015 einen ähnlichen Antrag eingereicht und unterstützten das Vorhaben ebenfalls.

Nach langem Warten gab es im September 2019 nun endgültig grünes Licht für das Projekt und die Umsetzung kann beginnen.

Aus vier Metern Tiefe energieautark an die Oberfläche

Etwa 300 Meter lang, 50 Centimeter breit und 30 Centimeter tief soll der Bachlauf werden, der sich entlang der Herzog-Wilhelm-Straße vom Sendlinger Tor bis zur Josephspitalstraße erstrecken wird.

Dabei wird eine kinetische Pumpe dafür sorgen, dass der bisher unterirdische Bach künftig zugänglich ist und das ohne fremde Energiezufuhr: Zwei Turbinen im Bach erzeugen die notwendige Energie die 70 Liter pro Minute aus vier Metern Tiefe nach oben zu pumpen. Das bedeutet auch, dass im laufenden Betrieb so gut wie keine Kosten anfallen.

Ziel des Projekts ist neben der Aufwertung des Stadtbildes und der erhöhten Aufenthaltsqualität auch die Kühlung der unmittelbaren Umgebung. Das ist vor allem in Städten besonders wichtig, die unter anderem durch die hohe Flächenversiegelung als Wärmeinseln gelten.