Green City Konzerngesellschaften beantragen Insolvenz in Eigenverwaltung

München, 16.02.2022 – Die Green City-Konzerngesellschaften Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG, Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG sowie Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG haben gestern in Ad-hoc-Meldungen veröffentlicht, dass sie aufgrund von drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht München jeweils einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung stellen werden. Ursächlich für die Insolvenzanträge ist, dass die Gesellschaften Zins- und Rückzahlungsverpflichtungen voraussichtlich nicht vollständig werden nachkommen können. Im Rahmen von Eigenverwaltungsverfahren sollen die drei Gesellschaften nun saniert werden. Das Gericht wird zeitnah über die Insolvenzanträge der Gesellschaften entscheiden und bei Zustimmung einen vorläufigen Sachwalter bestellen. 

Die drei Konzerngesellschaften der Green City AG wurden zum Zweck der Finanzierung von Erneuerbaren-Energien-Anlagen gegründet und haben Namens- sowie börsennotierte Inhaberschuldverschreibungen mit einem Gesamtvolumen von rund 115 Mio. Euro emittiert. Die Gesellschaften hatten den Kapitalmarkt in Ad-hoc-Mitteilungen bereits am 17. Dezember 2021 und am 24. Januar 2022 darüber informiert, dass sie sich in einer finanziellen Krise befinden und ihr Bestand in Frage gestellt ist.

Von der Insolvenz betroffen sind folgende Schuldverschreibungen:

  • Green City Energy Kraftwerkspark II GmbH & Co. KG: Tranche A (ISIN DE000A161MQ1/WKN A161MQ) sowie Tranchen B (ISIN DE000A161MR9/WKN A161MR sowie ISIN DE000A14KH45/WKN A14KH4)
    sowie die Namensschuldverschreibungen der Tranchen A und B
  • Green City Energy Kraftwerkspark III GmbH & Co. KG: Tranche A (ISIN DE000A2AALN4/WKN A2AALN), die Tranche B (ISIN DE000A2AALP9/WKN A2AALP) und die Tranche C (ISIN DE000A2G8V82/WKN A2G8V8)
  • Green City Solarimpuls I GmbH & Co. KG: ISIN DE000A2GSTH8/WKN A2GSTH

Die Insolvenzen der beiden Kraftwerksparks-Gesellschaften und der Solarimpuls-Gesellschaft haben keinen unmittelbaren Einfluss auf den Sanierungsprozess der Green City AG. Wie bereits durch den vorläufigen Insolvenzverwalter der Green City AG, Axel W. Bierbach mitgeteilt, sollen das operative Geschäft der Green City AG in vollem Umfang aufrechterhalten und alle laufenden Projekte fortgeführt werden. Auch die kaufmännische und technische Betriebsführung der bereits in Betrieb befindlichen Anlagen ist vollumfänglich sichergestellt.