Gründungsfest der Landesvertretung für Erneuerbare Energien in Bayern

Mit der Gründung einer eigenen Landesvertretung in Bayern hat der Bundesverband Erneuerbarer Energien ein wichtiges Signal an die neue Landesregierung geschickt. Ziel der Vertretung aller regenerativen Energiesparten ist die Bündelung von Potentialen und Kräften um den notwendigen Ausbau von Solar-, Wind- und Wasserkraft, aber auch der Bioenergie und Geothermie voranzutreiben.

Die rund 190 Gäste und Vertreter hatten vor dem Gründungsfest im Maximilianeum die Möglichkeit, das Praterkraftwerk zu besichtigen. Das unterirdische, geräuschlose und emissionslose Wasserkraftwerk, ein Gemeinschaftsprojekt der Stadtwerke München und der Green City AG, ist ein Musterbeispiel für eine zukunftsfähige Energieversorgung.

Zusammen mit Dr. Christoph Rapp Geschäftsführer des Praterkraftwerks, führten Green City AG-Vorstand Jens Mühlhaus und Unternehmenssprecher Martin Betzold die rund 90 Branchenvertreter in das unterirdische Krafthaus. Unter den Gästen war auch Dr. Simone Peter, Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbarer Energien und Stephanie Jacobs, Umweltreferentin der Landeshauptstadt München. Frau Jacobs macht in ihrer Ansprache deutlich, dass die Energiewende auch in München stattfinden kann und muss, sei es durch die Nutzung von Dachflächen für Solarstrom oder den Ausbau der Geothermie im Stadtgebiet. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir zusammen mit den Stadtwerken als Partner in diesem Projekt, einem so breit gefächerten Fachpublikum das Praterkraftwerk vorstellen konnten“, so Martin Betzold.

In seinem Grußwort im Landtag betonte Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie die große Bedeutung der Erneuerbaren Energien. Es gehe ihm darum deren Ausbau voranzubringen und die Vorbehalte zum Beispiel gegen Windkraftanlagen in der Bevölkerung abzubauen. Sein Ansatz einer dezentralen Nutzung statt großer Stromtrassen stieß auf breite Zustimmung. Mit der Unterzeichnung der Gründungsurkunde haben die einzelnen Fachverbände ein Zeichen gesetzt, die LEE Bayern soll zukünftig die zentrale Schnittstelle für Unternehmen und Politik sein um die Energiewende im Freistaat auf eine neue Ebene zu heben. Diese Notwendigkeit ist dringlich, allein durch den Atomausstieg bis 2022 müssen die Erneuerbaren auch in Bayern eine große Lücke füllen.