Heizwerke-Plan für München wenig überzeugend

Die Stadtwerke München haben Pläne vorgestellt, bis zu sieben Gas-Kraftwerke in der Münchner Innenstadt zu errichten. Diese sollen das Kohlekraftwerk im Münchner Norden ersetzen, das nach einem Bürgerentscheid voraussichtlich vom Netz gehen muss. Opposition, Umweltverbände und Anwohner kritisieren das Vorhaben vehement. “Hier wird einem schlechten Konzept ein genauso schlechtes Konzept gegenübergestellt” stellt unser Vorstand Jens Mühlhaus in der Süddeutschen Zeitung vom 06.03. fest, fossile Energie werde mit fossiler Energie kompensiert.

Fernwaerme-Bauarbeiten-Orleansstrasse-2-Foto-SWM
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Heizwerke in der Münchner Innenstadt?

Die Stadtwerke suchen derzeit in Absprache mit den Bezirksausschüssen nach Standorten für fünf bis sieben Gas-Heizwerke in der Münchner Innenstadt, deren Errichtung zahlreiche Baustellen mit sich bringen würden. Geplant wird derzeit mit einem 32 Meter langen und 17 Meter breiten Bauwerken mit einem 25 Meter hohen Wasserspeicher sowie 60m hohe Kamine. Anders als Heizkraftwerke würden diese nur Wärme produzieren und keinen Strom.

Mühlhaus schlägt bessere Lösung für München vor

Wenn schon, solle man lieber Heizkraftwerke planen, die neben Wärme auch Strom erzeugen. Dies verbessere die Energieausbeute, wird Jens Mühlhaus in der SZ zitiert. Besser als mittelgroße Anlagen seien aber kleine Blockheizkraftwerke für jeweils 200 bis 400 Wohnungen. Geschickter als die kostspieligen Provisorien, das findet auch Mühlhaus, sei aber wohl eine zeitlich begrenzte Vorhaltung des Kohleblocks für die wenigen Spitzenzeiten.

Zum gesamten Artikel in der Süddeutschen Zeitung.