Jens Mühlhaus im Interview mit Klimareporter

Im Wechsel berichten die Herausgeber von Klimareporter (früher klimaretter.info) über Gedanken und Neuigkeiten, die sie in der vergangenen Woche zum Thema Klimawandel und Energiewende beschäftigt haben. Am Sonntag, den 13.05.2018, war Green City Energy Vorstand Jens Mühlhaus wieder an der Reihe. Im Fokus dieses Mal: Die mediale Berichterstattung über den Klimawandel, die Hürden bei der Realisierung von Windkraftanlagen und zu guter Letzt: Das ganz persönliche Highlight der Woche – die Ankunft der neuen Elektro-Schwalben für München!

Mehr Engagement für ehrliche Presse

Auf die Frage, mit welcher Art von Berichterstattung man die Menschen heutzutage am besten erreicht, fordert Jens Mühlhaus eine zeitgemäße und vor allem ehrliche Pressearbeit. Er kritisiert jene Berichte, welche den Klimawandel nicht als aktuelles Negativphänomen wahrnehmen, sondern diesen in die Zukunft katapultieren: „Heute brauchen wir keine Zukunftsbilder vom Klimawandel zu zeigen, wir erleben diesen jeden Tag.“ Als Beispiel erwähnt er hier die positive Berichterstattung über den warmen April – anstatt sich über diesen Wetterzustand zu sorgen, freuen sich viele über die frühzeitige Eröffnung der Grillsaison, so Mühlhaus.

Gerade für Unternehmen im Energiesektor sei die Kommunikationsarbeit daher ein wichtiger Bestandteil. Green City-Vorstand Mühlhaus kritisiert die Negativberichteund Horrorszenarien zur Energiewende, welche immer wieder in den großen Zeitungen Deutschlands veröffentlicht werden. Umso wichtiger sei es, Aufklärungsarbeit zur Notwendigkeit zu betreiben und sowohl Pressevertreter als auch Kunden und Kommunen für das Thema zu sensibilisieren, unterstreicht Jens Mühlhaus im Interview.

Transparente Prozesse für Energiewende nötig

Klimareporter.de greift im Interview außerdem folgenden Missstand auf: Trotz der erschreckenden Anzahl von 23.000 Menschen, welche frühzeitig an den Folgen der durch Kohlekraftwerke verursachte Luftverschmutzung sterben, sind die wahrgenommenen Beschwerden über den Ausbau von Windenergieanlagen immens groß. Hierzu teilt Mühlhaus seine eigenen Erfahrungen bei der Realisierung von Windkraftprojekten: Viele möchten die Energiewende, doch wenn es um die Umsetzung im direkten Umfeld geht, sind Emotionen und Angst vor Veränderungen die Regel – hier fehlt die nötige Bereitschaft für einen gelingenden Wandel des Energiesektors.

Um hier gegenzusteuern, sieht Mühlhaus eine „kleinteilige, breite Wirtschaftsstruktur“ als dringend notwendig. Genau deswegen ist es wichtig, die Bürger vor Ort in Bauvorhaben einzubinden und an der Wertschöpfung zu beteiligen. Nur so könne die allgemeine Akzeptanz von Windenergieanlagen steigen, so Mühlhaus.

Das Highlight: Die neue emmy-Flotte

Die Ankunft der neuen Elektro-Roller für das Sharing-System in München war für Green City-Vorstand Mühlhaus ein ganz besonderes Ereignis in der letzten Woche. Nachdem das Berliner Startup emmy und Green City im Sommer 2017 die ersten 50 Sharing-Roller auf die Münchner Straßen brachten, wurde die Elektro-Flotte nun um weitere 100 rote Schwalben erweitert, so Mühlhaus. Die Aufstockung verdankt Green City dem erfolgreich angelaufenen Crowdinvesting – insgesamt soll die Stadt durch dieses Konzept um 400 weitere emmys bereichert werden. Die ersten 150 sind nun schon auf den Straßen, so Mühlhaus.

Für den Green City-Vorstand sind solche Ereignisse Beispiele für einen funktionierenden Strukturwandel. Durch die “Macht der Gemeinschaft” können nachhaltige Mobilitätslösungen gefunden werden, ohne auf politische Entscheidungen zu warten.

Lesen Sie das ausführliche Interview auf www.klimareporter.de