Transition Town: Machen statt Reden

“Wir wollen das Wirtschaftssystem verändern anstatt nur darüber zu reden, wie schrecklich alles ist“ sagt Rob Hopkins, der das Transition-Town-Netzwerk ins Leben gerufen hat. Seit 2006 wird im Rahmen der Transition-Town-Bewegung weltweit von Umwelt- und Nachhaltigkeitsinitiativen der Übergang in eine postfossile, relokalisierte Wirtschaft geplant. Demnach unterstützt Transition engagierte Bürger dabei, ihre Gemeinden fit zu machen für ein Leben ohne konventionelle Energien wie Kohle, Gas und Öl.

Kathrin Lange hat Rob Hopkins für das GREEN CITY LIFE-Magazin der Green City Energy-Familie interviewt und ihn u.a. gefragt was er von der Energiewende in Deutschland hält, die ja vom Willen der Bürger angeschoben wurde, aber von der Deutschen Regierung beschlossen.

Die Deutsche Energiewende aus Sicht von Rob Hopkins

Rob Hopkins findet es inspirierend, die Energiewende in Deutschland von außen zu beobachten. In Großbritannien gebe es immer noch Mitglieder der Regierung, die “nicht an den Klimawandel glauben”. Auch zu anderen Energiethemen sind die Aussagen diffus, zitiert Robkins: „Oh ja, wir lieben die Atomkraft, aber Windräder wollen wir nicht, weil die so hässlich sind. Dafür wollen wir überall im Land Fracking.“

Dabei sei das Windvorkommen in England doch viel stärker als in Deutschland, so der britische Umweltaktivist und Dozent. “Wir sollten das Saudi-Arabien der Windenergie sein, aber stattdessen erlauben wir Fracking. Interessant an der Entwicklung in Deutschland ist auch, wie sich durch die Energiewende eine ganze Branche verändert. Die großen Energiekonzerne müssen kämpfen. Sonne, Wind und lokale Energieverbünde machen diese großen Monster überflüssig. In England sind die Konzerne zutiefst erschrocken über das, was gerade in Deutschland passiert.”

Lesen Sie hier das gesamte Interview mit Rob Hopkins.