Was ist so unbequem am finanziellen Polster?

Wenn ich mehr verdiene, wenn die Kinder ein bisschen größer sind, wenn ich mich kundig gemacht habe… dann fange ich an zu investieren! Aber wann kommt der Wenn-Tag? Viele Frauen sind gut ausgebildet, berufstätig und ihr Interesse an Geldanlagen steigt. Dennoch tun sich besonders Frauen bei Finanzentscheidungen schwer und trauen sich häufig nicht über das Sparbuch und Girokonto hinaus – obwohl sie erfolgreiche Anlegerinnen sein könnten. Wie passt das zusammen?

Passivität ist auf lange Sicht die schlechteste Finanzentscheidung

Das Motiv ist absolut nachvollziehbar, denn bei Finanzentscheidungen steht viel auf dem Spiel. So entsteht ein Handlungsdilemma: Das Sicherheitsbedürfnis versus die Gewissheit, dass das eigene Geld als Sparanlage, Tages- oder Festgeld mangels Zinserträge durch die Inflation entwertet wird. Doch selbst wenn frau sich darüber im Klaren ist, dass nur investiertes Geld sich profitabel vermehren kann, verkompliziert die Undurchsichtigkeit der Finanzangebote die Entscheidungsfindung. Informationen sind meist widersprüchlich und liefern keine klare Antwort. Und bei BeraterInnen ist für viele nicht eindeutig, ob sie für den Kunden oder für ihr Unternehmen das Beste wollen.

Nicht allein ein Frauen-Problem: Die deutsche Scheu vor dem Kapitalmarkt

Die Deutschen sind auch nach zehn Jahren Niedrigzins weiterhin ein Volk der Sparer. Wir wissen besonders wenig über Kapitalanlagen und werden selten zu Privatinvestoren. Aber warum? 34 Prozent der Deutschen sind überzeugt, zu wenig vom Kapitalmarkt zu verstehen, und bleiben deshalb untätig. 27 Prozent haben Angst vor Schwankungen und damit verbundenen Verlusten. Erkennen Sie sich da wieder? Gleichzeitig ist zwei Dritteln der Deutschen nicht bekannt, dass Aktien und Anleihen regelmäßige Erträge in Form von Dividenden oder Zinsen generieren, die unabhängig von Kapitalmarktschwankungen ausgezahlt werden.

Privatanlegerinnen haben Grund zu Selbstvertrauen

Mit etwas grundlegendem Wissen über die Märkte ist der Schritt vom Sparer zum Anleger einfacher. Viele Frauen haben zudem ein großes Interesse daran, nach ökologischen und sozialen Kriterien zu investieren. Deshalb laden wir Sie herzlich zu unserem nächsten Themenabend aus der Reihe „Investieren Frauen anders?“ am 13. März 2019 ein, der im Kontext des Equal Pay Days steht. Kommen Sie ins persönliche Gespräch – von Frau zu Frau: Mit der unabhängigen Finanzberaterin Andrea Pelka – Inhaberin von andrea pelka Frauengeldangelegenheiten – und mit Green City-Fachfrau Veronika Sepp.

Am Mittwoch, den 13. März, um 18.30 Uhr.
Ort: Münchner AIDS-Hilfe, Lindwurmstraße 71, 80337 München
Jetzt teilnehmen!

 

Anmeldung unter: finance@greencity.de oder 089 – 890 668 400

 

Quellen: „Income-Barometer 2018“ der Gfk im Auftrag von J.P. Morgan Asset Management