Wasserkraft in Frankreich: Villognon

Das Kleinwasserkraftwerk Villognon im Westen Frankreichs ist vollständig restauriert. Villognon gehört als zweites Wasserkraftwerk zum Projekt La Chapelle/Villognon und liegt etwa acht Kilometer entfernt, ebenfalls am Fluß Charente. Mit einer gemeinsamen Leistung von rund 600 kW produzieren die beiden Wasserkraftwerke rund 2,4 Mio. kWh Ökostrom im Jahr. Damit können etwa 700 Haushalte versorgt werden. Villognon gehört zu den Kleinwasserkraftwerken welche von Green City Energy unter dem Titel “Wasserkraftfonds Frankreich” als ökologische Geldanlage angeboten wurden.

La Chapelle und Villognon sind französische Dörfer im Département Charente in der Region Poitou-Charentes im Westen Frankreichs. Beide Orte befinden sich direkt an der Charente, der die Départements Vienne, Charente und Charente-Maritime durchquert und schließlich in den Atlantik mündet. Früher galt sie als eine bedeutende Cognac Wasserstraße. Beide Kraftwerke wurden bereits seit dem 11. Jahrhundert als Mühlen errichtet und zunächst für Getreide und später zur Ölgewinnung genutzt. Villognon diente bis 1987 der Papierherstellung.

Green City Energy hat die Renovierung der Teilanlagen in La Chapelle und Villognon zusammen mit regionalen und überregionalen Partnern durchgeführt. In Villognon wurden drei Landy Wasserkraftschnecken vom niederländischen Hersteller Landustrie neu eingesetzt. Mit einem Durchmesser von 3,4 und einer Länge von 4,12 Metern produzieren sie eine Leistung von 200 kW. Die bisher größten Wasserkraftschnecken von Landustrie wurden in La Chapelle eingebaut. Sie sind 6 Meter lang und haben einen Durchmesser von 4,3 Metern.