Windpark Blasbach: VB Mittelhessen erhält als regionale Bank Mandat zur Finanzierung

München/Oberkirch/Wetzlar – Das Mandat zur Projektfinanzierung des Windparks Blasbach wurde regional vergeben: Die Volksbank Mittelhessen hat als Bank vor Ort den Zuschlag erhalten. Entscheidendes Vergabe-Kriterium neben den Konditionen: die langjährige Kompetenz der Bank bei lokalen Projekten im Windkraftbereich.

„Mit unserer Expertise und Finanzkraft bei der Begleitung großvolumiger Projekte aber auch der unzähligen privaten Anlagen treiben wir die regionale Energiewende voran. Nachhaltigkeit ist tief im genossenschaftlichen Denken und Handeln verankert. Daher haben Klima- und Umweltschutz für die Volksbank Mittelhessen unbedingte Priorität,” so Dr. Lars Witteck, Vorstand der Volksbank Mittelhessen.

Die Volksbank Mittelhessen kommt zu einer positiven Einschätzung der Wirtschaftlichkeit des Windparks Blasbach. Zusammen mit Koehler Renewable Energy errichtet die Green City AG im Windpark Blasbach zwei Windenergieanlagen des Typs Vestas 150 mit einer Nennleistung von 4,2 MW und einer Nabenhöhe von 166 Metern. Mit den Anlagen sollen 23 Millionen Kilowattstunden Strom im Jahr erzeugt werden, womit umgerechnet 14.000 Einwohner mit Strom versorgt werden können.

„Dieses Projekt zeigt,“ so Jens Mühlhaus, Vorstandssprecher der Green City AG, „wie wichtig die Energiewende vor Ort ist. Die Stadt Wetzlar schafft hier ganz gezielt eine kommunale Wertschöpfung verbunden mit einem hohen ökologischen Nutzen. Die Finanzierung durch eine Bank vor Ort unterstreicht das Vertrauen in das Projekt. Wenn die Zusammenarbeit vor Ort so ineinandergreift wie mit der Stadt Wetzlar, haben wir eine Chance auf die Klimawende.“ Mit Koehler Renewable Energy ist ein verlässlicher Projektpartner zur Umsetzung des Parks an Bord. Das Unternehmen tritt bei allen Projekten als Betreiber auf und plant ein langfristiges Engagement.

Energiewende und Wertschöpfung vor Ort

Aktuell ist Windkraft die mit weitem Abstand wirksamste Klimaschutzmaßnahme in Deutschland. Die Stadt Wetzlar setzt sich seit mehreren Jahren aktiv für den Klimaschutz ein und hat mit dem Windpark einen weiteren wichtigen Hebel im Kampf gegen den Klimawandel zur Verfügung.

Das unterstreicht auch Oberbürgermeister Manfred Wagner. Richtig sei, dass für die Errichtung des Windparks Waldflächen bereitgestellt werden müssten, doch könne mit der Windenergie deutlich mehr CO2 vermieden werden, als durch den wegfallenden und in wesentlichen Teilen wieder auszugleichenden Baumbestand an Kohlendioxid gebunden werden kann. In erster Linie seien die ökologischen Aspekte und die – entgegen aller Unkenrufe – gegebene Wirtschaftlichkeit des Vorhabens überzeugend. In zweiter Linie seien aber auch die zu erwartenden finanziellen Erträge zur Finanzierung der städtischen Aufgaben von der Kita bis zum Straßenbau ein nicht zu vernachlässigender Punkt.

„Nachdem die Entscheidung zur Mandatierung des Volksbank Mittelhessen erfolgt ist, wird sich auf Grundlage der Wirtschaftlichkeit auch der Aufsichtsrat der enwag“, so Umweltdezernent und Vorsitzender des Aufsichtsrates Norbert Kortlüke, „wieder mit dem Windpark in Blasbach beschäftigen. Ziel wird es sein, als enwag Mitgesellschafter der Windenergiepark Wetzlar zu werden, um neben der Pacht und der Gewerbesteuer auch von der Wirtschaftlichkeit des Projektes zu profitieren.

Der Windpark Blasbach hatte im Sommer 2020 die Genehmigung, und dann bei der Ausschreibung der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten. Derzeit finden die Abstimmungen von Koehler und Green City mit Vestas zum Bauzeitplan statt.