Zusammensetzung der EEG-Umlage & Entwicklung der Einflussfaktoren

Ökostrom ist nicht für Steigerung der EEG-Umlage verantwortlich – Das Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) ist die Grundlage der Energiewende in Deutschland, denn über die EEG-Umlage wird der Energieumbau finanziert. Zum Sündenbock für den inzwischen starken Anstieg der Umlage erklärt man die Anlagenbetreiber und die steigende Produktion von Ökostrom, dabei treiben Fremdkosten die Umlage in die Höhe.

Der Ökostromanteil am deutschen Strommix hat von 2010 bis 2015 um 50% zugelegt. Im selben Zeitraum hat sich die EEG-Umlage allerdings verdreifacht, denn die Förderung der Erneuerbaren Energien macht nur noch einen kleinen Teil der EEG-Umlage aus. Vor allem Fremdkosten, wie die gefallenen Großhandelspreise an der Strombörse und die Befreiung vieler Industrieunternehmen von der Umlage treiben die Kosten nach oben, wie diese Grafik von strom-report.de belegt.

Laut Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE) hat die reine Ökostromförderung nur noch einen Anteil von 42% (2,61 von 6,24 Cent) an der EEG-Umlage. Der gefallene Börsenpreis verursacht 23% (1,45 Cent) und die Industrieprivilegien noch einmal 20% (1,25 Cent) Zusatzkosten. Damit steht die eigentliche Förderung der Erneuerbaren Energien und der Zuwachs bei der EEG-Umlage in einem Missverhältnis.

„Trotz leicht steigender EEG-Umlage sollte der Strompreis 2016 sinken; dank gefallener Börsenstrompreise ist dieser Spielraum vorhanden“, kommentiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) und bekräftigt: „Die fallenden Börsenstrompreise müssen an die Stromkunden weiter gegeben werden.“ Nach Berechnungen des BEE könnte ein Drei-Personen-Haushalt (mit einem Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden) um 8,40 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer im nächsten Jahr entlastet werden.

 

Zusammensetzung der EEG-Umlage & Entwicklung der Einflussfaktoren